Sturzprotokoll (leicht fiktiv, aber nur leicht.)

Patient A ist nachts häufiger unruhig und sucht mehrfach die Toilette auf. In besagter Nacht tat er dies auch zwischen 3:00 und 3:15 Uhr. Nachdem er vom Klo zurückkam, wollte er sich noch etwas zu trinken eingießen.Erhantierte mit der Wasserflasche. Er fühlte sich möglicherweise schon zu diesem Zeitpunkt schwindelig und schwankte.

Dadurch, dass Patient A nachts so unruhig ist, hatte er bereits zuvor schon Patient B geweckt, der das Nachbarbett belegte.

Auch Patient B entschied daraufhin, die Gunst der Stunde zu nutzen und zur Toilette zu gehen und erhob sich aus seinem Bett. In dem Moment, als er aufstand, sah er, dass Patient A gefährlich wankte und wollte ihm zur Hilfe eilen. Aber da war es schon passiert: Patient A krachte mitsamt seiner Wasserflasche in Patient B. Beide fielen auf den Boden.

Patient A hatte eine Platzwunde am Ellenbogen. Patient B eine blutende Nase und eine leichte Ellenbogenprellung. Der Nachtschrank von Patient A war auch umgekippt. Auf Patient B drauf.

Die Nachtschwester hörte das Gepolter und eilte zur Hilfe. Da sie alleine auf der Station arbeitete, versuchte sie ebenso allein, beiden Männern wieder auf die Beine zu helfen. Dabei nahm sie eine unglückliche Körperhaltung ein und verhob sich. Es wurde ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert.

Nachdem Patient A, Patient B und auch die Nachtschwester vom Unfallarzt untersucht wurden (und glücklicherweise – bis auf den Bandscheibenvorfall – zumindest kein weiterer Großschaden aus dem Sturz resultierte), wurde der Unfallarzt noch in der selben Nacht von einem betrunkenen Randalierer angegriffen und erlitt eine Stichwunde am Arm.

Als er sich sicherheitshalber röntgen lassen wollte, sah er, wie zwei Einbrecher soeben zwei hochwertige Monitore aus der Radiologie schleppten. Er rief den Sicherheitsdienst an. Die Männer kamen und in dem Moment, als sie die Schurken festhalten wollten, wurde einem der beiden mit voller Wucht ein Monitor entgegengeschleudert.

Er erlitt eine Fraktur im Bereich des Mittelfußes und ist sechs Wochen nicht einsatzbereit. Auch seine Frau ist wegen eines Bandscheibenvorfalles jetzt länger nicht einsatzbereit. Ach ja, das schrieb ich ja schon.


4 Antworten zu „Sturzprotokoll (leicht fiktiv, aber nur leicht.)“


  1. 1 Gina 15. Juni 2009 um 20:21

    Ich weiß schon, warum ich mich mit Händen und Füßen gegen Krankenhausaufenthalte wehre… :roll: :lol:

  2. 2 stilke 15. Juni 2009 um 22:50

    :lol: das war die vollmondnacht, letztens! ich bin mir ziemlich sicher ;-)

  3. 3 Unterholzbewohner 16. Juni 2009 um 7:18

    :-) (So kanns gehen. Am besten ist, man ist gut versichert und bleibt bei Vollmond besser zuhause.)

  4. 4 tutuinblau 17. Juni 2009 um 19:15

    Owei, ich bin vor Lachen vom Stuhl gefallen, hab mich im Fallen am Monitor festhalten wollen, habe diesen mit mir gerissen und nun ein Todesopfer zu beklagen … Jaja. So kanns gehen.

    ;)


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