Archiv für Juni 2009

Bin dann mal wech.

So. Freunde. Die Mutti-to-be  geht getz ma inne Sommer-Mutterschutz-Blogpause.

[Ich mache hier mal die Luken dicht. Wie und wann ich wiederkomme? Ich weiss noch nicht. Also planmäßiges Schweigen im Walde im Unterholz. Aber keine Sorge, es geht mir sehr gut. Ich werde Euch auch alle weiterhin lesen. Versprochen. Also, machts gut.]

Brackwassermeer

Die Ostsee – das größte Brackwassermeer der Erde.

[Wenig charmante Beschreibung, wie ich finde.]

Dialog am Morgen

Hörnsema, Frau Unterholz, das mit dem Termin zu der XYZ-Veranstaltung im Juli, das geht aber nicht.

Warum nicht?

Aber es ist doch Ferienzeit, wie können sie es wagen, uns hier diesen Termin reinzudrücken?

Sie operieren doch auch? Oder sind Patienten dann auch nicht erwünscht, während sie Urlaub machen?

Äh, doch, nein, äh, das ist doch was völlig anderes.

Entschuldigen sie bitte, aber wenn ich sie erinnern darf, ist das ihr Wunsch gewesen, diesen Termin anzusetzen.

Das kann gar nicht sein.

Also meiner wars bestimmt nicht.

Ja, aber, bei uns sind alle im Urlaub.

Da haben sie aber schlecht geplant.

Grmpf.

Schicken sie doch ihre Vertretung. Geht auch.

Hm.

Na dann bis zum Termin.

Mal sehen. Aber bei uns sind dann alle weg. Urlaub. Überstundenfrei.

[...Dialaog kann jetzt von vorne abgespielt werden. Beliebig oft.]

Ein bisschen mehr Sommer wär gut.

Eigentlich hat die Überschrift ja schon alles gesagt. Also dafür, dass heute Sommeranfang ist, könnts ein wenig schöner sein. Und wärmer. Aber das kommt ja bestimmt noch. Nur, dass die Tage jetzt schon wieder kürzer werden.

Bahnbrechende Weiterentwicklungen

Ich warte ja auf des erste Geschirrspülmaschinentab, das nicht nur Klarspüler, Fettlöser, Krustenlöser und Geruchsneutralisierer ist und zudem auch das gute Tupper abtrocknet, sondern auch anschließend die Maschine ausräumt, den Geschirrschrank ordentlich aufräumt und dafür sorgt, dass die Kinder geweckt werden und der Mann morgens mit ordentlich gebundener Krawatte das Haus verlässt.

Mannmannmann.

Heute im Milieu-TV: Mutter stirbt an Lungenkrebs, Tochter kanns nicht mitansehen und geht erstmal eine rauchen.

Fragilaufhängung

Warum ist das so, dass heute JEDES Oberbekleidungsstück im Laden, das ich zu Ansichtszwecken mittels des Bügels, auf dem es hängt, ein wenig hervorziehen möchte, um es mir anzusehen, daraufhin herunterrutscht und auf den Boden fällt?

Klavierstundentrauma

Das kennt jeder Klavierschüler, der in früheren Zeiten voller Enthusiasmus jede Woche zum Unterricht gestratzt ist: Früher oder später kommen sie, die unvermeidlichen Quälstücke.

Es fängt meist an mit dem Flohwalzer, der einfach erlernbar ist und der manchmal auch schon vor der ertsen Klavierstunde gekonnt dahergeduldet wird. Dann gehts nach dem Tasten- und Notenlernstadium weiter mit Stückchen in C-Dur.Dann kommt bereits das unvermeidliche „Für Elise„,meist parallel mit tollen Mozartohrwürmern oder traumhaften Melodien von Richard Clayderman. Und, dann, das ebenso Unvermeidliche: Das Präludium aus dem Notenbüchlein der Anna Magdalena Bach. [All diese Stücke kann man nach vollender Klavierunterrichtseinheit, die sich schlimmstenfalls über die ganze Pubertät ziehen kann, übrigens getrost wieder vergessen.]

Wenn aber heute ein großer Konzern seine diversen Elektronikhighlights in Fernsehwerbespots mit dem ersten Takt ebendieses Präludiums einleitet, horche ich schon auf. Totgesagte Melodienfragmente brechen sich in meinen Hirnwindungen Bahn. Ich lausche und erinnere mich. Um mich in der nächsten Sekunde vor Widerwillen auf dem Sofa zu winden, denn die haben das ganze Stück total verhunzt, gekürzt und irgendwie verdorben.

So gehts doch auch nicht. Hömma.

Es klopft…

…bei Johannes Heesters. Der Tod steht vor der Tür. Er macht auf, erkennt, wer draußen steht und ruft: „Simone, für Dich!“

[Alter Zopf, der Witz. Hat Jauch letztens während einer Sendung erzählt. Aber fiel mir irgendwie grad ein - bei dieser Schlagzeile.]

Avoca-was?

Liebe Supermarktkassensommerschulferienmitarbeiterinnen im Teenageralter,

macht doch bitte, bevor Ihr Euch an so eine Kasse setzt, ein Praktikum auf dem Bauernhof oder zumindest in der Obst- und Gemüseabteilung.

Damit ihr zumindest die gängigen Sorten kennt. Weil wenn man als Kunde nicht selbst abwiegen muss, sondern Ihr das dann übernehmt, wirds auch nicht so peinlich für Euch.

Und ich kaufe auch nicht diesen exotischen Quatsch. Vielleicht mal eine Kohlrabi oder eine Avocado. Aber dann sehr Ihr micht wenigstens nicht mir großen, schwarzgerändertgeschminkten Augen an und fragt mit flehentlichem Stimmchen, was denn DAS sei, sondern wiegt souverän ab.

Das wäre doch mal was, oder?

Herzlichst,

Frau Unterholz

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