Ein Kettenbrief der teigigen Art

Hallo,

ich bin Hermann. Ich bin jetzt sechs Tage dein „Haustier“. Wenn Du Dich um mich kümmerst, werde ich drei Hermann-Babys bekommen, die du dann an deine Freunde weiterverteilen kannst.

Ich mag kein Metall. Bitte rühre mich immer mit einem Holzlöffel um („spazieren gehen“). Als Wohnung bevorzuge ich unbedingt eine Plastikschüssel, mit einem Tuch abgedeckt. Ich überlebe nur bei Zimmertemperatur. Bitte stelle mich nicht in den Kühlschrank. Bitte folge genau den Anweisungen, es ist normal, wenn ich gäre. Bitte füll emich in eine große Schüssel.

Tag eins: Heute müssen wir uns erstmal kennenlernen. Du solltest mich einmal spazieren führen.

Tag zwei: Füttere  mich bitte heute mit 200 g Zucker. Dann führe mich spazieren.

Tag drei: Heute habe ich Durst. Ich hätte gerne 200 ml Milch. Führe mich dann wieder spazieren, damit ich das Futter gut verdauen kann.

Tag vier: Heute fütterstdu mich mit 200 g Mehl. Spazieren gehen nicht vergessen.

Tag fünf: Heute ist mein Geburtstag. Jetzt habe ich richtig Hunger. Versorge mich mit 200 g Zucker, 200 ml Milch und 200 g Mehl. Rühre mich dann zu einem glatten Teig. Teile mich in vier Portionen. Davon (meine Babys) gibst du drei in Plastikschüsseln und verschenkst sie an drei liebe Menschen, die du gerne magst. Kopiere diese Anleitung, damit sie sich gutum meine Babys kümmern können.

Tag sechs:  Heute müssen wir uns voneinander verabschieden, es ar eine schöne Zeit! Nun füttere mich mit 200 g Mehl, 3 Eiern, 1, 5 TL Backpulver und 125 ml Sonneblumenöl. Führe mich noch einmal ordentlich spazieren bis mein Teig glatt ist. Wenn Du magst, kannst du auch noch Äpfel, Mandeln oder Nüsse hineingeben. Backe mich bei 180 Grad etwa 40-45 Minuten im Backofen.

Guten Appetit!

Dein Hermann

[Der Hermann wurde mir heute geschenkt. Und den Text habe ich eins zu eins genau so aus der "Anleitung" abgeschrieben. Und ich musss sagen: So ganz stehe ich ja nicht auf so Kettenbriefkrams. Vor allem nicht, wenns derart infantil formuliert ist.]

23 Antworten zu „Ein Kettenbrief der teigigen Art“


  1. 1 Wissen ist Nacht 27. April 2009 um 19:00

    oooch, nüdlisch…

    Wenn es zu niedlich formuliert ist, weckt das meine sadistische Seite: dann muss er an Tag 5 hungern und an Tag 6 kommt er in den Kühlschrank… har har!

    Da fällt mir grad ein, dass ich noch Zimtschneckenhefeteig im Tiefkühler habe…!

  2. 2 wortteufel 27. April 2009 um 19:18

    Davon hat doch vor einigen Monaten schon mal jemand gebloggt, oder? Mich dünkt da was.

  3. 3 wortteufel 27. April 2009 um 19:20

    Hah, gefunden:
    http://blogderkathy.wordpress.com/2008/11/25/besuch-2/

    Damals hieß er aber noch Hermine und scheint eine sie gewesen zu sein :D

  4. 4 wortteufel 27. April 2009 um 19:23

    Ich glaube, ich will sowas auch mal haben.

  5. 5 zimtapfel 27. April 2009 um 19:31

    Waaah, dieses Hermannzeugs finde ich sooooooo eklig! Wenn ich mir vorstelle, wieviele Leute womöglich schon mit ihren dreckeligen Pfoten in diesem Teig rumgeknetet haben…und das soll ich dann essen? Uärks!
    Echt, wenn mir jemand so einen verehren würde, ich würde dankend ablehnen. Oder das Ding direkt in die Grüne Tonne befördern.

  6. 6 unterholzbewohner 27. April 2009 um 19:31

    Ahhh, das lese ich doch gleich mal. Aber das Verteilen gleicht ja dem Schachbrett mit den Reiskörnern. Das heisst, bei ordnungsgemäßer Weitergabe hätte es schon jeder von uns haben müssen.
    (Bist Du sicher, dass Du das auch willst? Riecht etwas komisch…)

  7. 7 Schildmaid 27. April 2009 um 19:32

    Nee, Frau Wortteufel, so was willst Du lieber nicht haben. Glaub mir.
    Meine Tochter hat im Dezember einen Hermann bekommen; nach drei Tagen habe ich das Mistvieh weggeschmissen, weil es zum Brechen gestunken hat.

    Uärgs, Hermann. *grusel*

  8. 8 Puppe 27. April 2009 um 20:15

    Sehe das wie Zimtapfel. Da haben einige Leute schon ihre Finger reingesteckt und hochgerechnet, gammelt da alte Milch vor sich hin. Pfui.

  9. 9 weltdeswissens 27. April 2009 um 20:24

    Herrmann kenne ich noch aus meiner Jugend. Geschmeckt hat der nie. Ob der seit damals lebt? Iiiiiiiigitt.

  10. 10 Katoschka 27. April 2009 um 20:55

    AAAAH, bleib mir bloß damit vom Leib. DAs macht hier im WESTÖN gerade die Runde….und schmeckt echt nicht.

  11. 11 Frau Momo 27. April 2009 um 21:30

    Ich hatte Hermann vor Urzeiten mal und fand ihn sehr lecker. Aber vielleicht leide ich ja unter Geschmacksverirrung, wenn ich Euch so lese :-)

  12. 12 SynchronUniversum 27. April 2009 um 21:45

    Und der/die/das ist soooo lecker!!!
    KettenBriefTouch hin oder her – es lohnt sich – wenn man auf SchmeckLecker steht Frau Unterholz!
    LG bigi

  13. 13 Unterholzbewohner 28. April 2009 um 7:14

    Also das fertige,gebackene Hermannprodukt ist wohl ganz lecker, das habe ich kürzlich sogar im Büro probieren müssen ;-)
    Aber mal ehrlich: Das Ganze sechs Tage bei Zimmertemperatur inklusive Milchgabe stehen zu lassen, ist mir doch auch suspekt. Da backe ich mir doch lieber einen feinen, frischen Hefezopf oder so…

  14. 14 struupi 28. April 2009 um 10:07

    Hu hu,
    das es `Hermann´ noch gibt…
    ich kenne den auch schon seit meiner Jugend.
    Lecker fand ich ihn damals nicht…

    lg struupi

  15. 15 Wissen ist Nacht 28. April 2009 um 12:29

    Naja, wenn man es ganz nüchtern betrachtet: saure Milch (Milchsäurebakterien) und pupsende Pilze (Hefe)

    Ganz interessant auch der Wikipedia Artikel dazu
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig

  16. 16 tutuinblau 28. April 2009 um 13:28

    Es wäre interessant zu wissen, ob vielleicht ein Hermann von früher bis heute überlebt hat. ;)

    Und wenn ich jetzt dran denke, dass ich meinen Hermann vor ungefähr 20 Jahren hatte, dann wird mir schlecht, weil ich mich auf einmal so alt fühle. :(

  17. 17 Frau Kathy 30. April 2009 um 22:51

    wollte gerade schreiben, daß hab ich auch schon mal gebloggt, aber der wortteufel hat´s ja schon gefunden. :-)

    also meine hermine hat bei uns damals auch nicht überlebt. :-)

  18. 18 Unterholzbewohner 1. Mai 2009 um 10:55

    Ähem, dieser Hermann auch nicht…;-) Hat einfach zu komisch gerochen.

  19. 19 Frau Kathy 1. Mai 2009 um 23:17

    ich glaube, der teig riecht auch so, wenn man ihn frisch zubereitet. aber wie du schon schreibst, tage lang bei zimmertemperatur…und dann auch noch zum teil durch so viele hände. würg.

  20. 20 desi 18. Mai 2009 um 20:29

    was ist denn in dem teig drin wenn man ihn bekommt?

  21. 21 unterholzbewohner 18. Mai 2009 um 21:32

    Da ist genau ein Viertel vom fertigen Ergebnis drin, also Eier, Milch, Mehl und eben diese hefeartige Grundmasse, die immer weiter vererbt wird… ;-) (Riecht nicht lecker. Voir allem nicht im Sommer)

  22. 22 desi 19. Mai 2009 um 14:27

    jaja schon klar rechnen kann ich ja auch aber diese hefige masse da woraus besteht die?

  23. 23 desi 19. Mai 2009 um 14:58

    ah okii ich habs


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