Archiv für Februar 2009

Jetzt auch noch Angie

Oh nö. Ich dachte, das wäre ein Einzelfauxpas von Herrn Koch gewesen.

Peinlich ist…

…wenn man eine konfessionsfremde Heilige Messe mitmachen muss. Und diese komischen Rituale (aufstehen, setzen, aufstehen, knien, setzten, aufstehen, setzen) nicht so genau kennt und dadurch völlig vergeigt. Und die Nebenleute beim „Friede sei mit Dir“ völlig entgeistert anguckt, wenn sie einem die Hand entgegenstrecken.

Ist schon komisch, die Magentatruppe. Und so bunte Outfits.

Da tue ich mich schwer.

Sacht ma, was schenkt man heutzutage einem holden Knaben vom Lande zur Konfirmation?

Fasten und der tägliche Telefonwahnsinn

Also ich faste ja nicht. Jedenfalls nicht beim Essen. Und auch sonste gehe ich keinen uferlosen Lastern nach, die ich in diesen Tagen bis Ostersonntag bewusst einzuschränken gedächte. Also die Antwort ist nein.

Ein Traum wäre allerdings Telefonfasten. Wenns denn ginge. Einfach mal alle bekloppten Anrufer bis Ostersonntag verstummen lassen. Hach, das wäre so schön…

Heute zum Beispiel hatte ich wieder mal ein Highlight. Modell überaktive Mittfünfzigerin, der wohl zuhause keiner zuhört. Und die deswegen ohne Punkt und Komma redet. Und redet. Und darüber hinaus auch noch nicht zuhört. Sondern westfälisch-resolut einfach mal nach drei Wörtern meinerseits abrupt unterbricht, um das Telefonruder wieder an sich zu reißen. Es ging übrigens um Gynäkologie. Um genauer zu sein fing die Geschichte mit den Eingangssymptomen eines Uterusprolaps (Gebärmuttervorfall)  an, die en detail geschildert wurden. Wohlgemerkt: Die Dame und ich haben uns noch nie gesehehen. Und auch noch nie miteinander telefoniert. Für mich würden sowohl eine große Portion Vertrauen plus die Tatsache, dass ich denjenigen sehr gut kenne, dazu gehören, derlei intime Details über mich preiszugeben.

Jedenfalls war der Dame das egal, sie erzählte einfach. Und es ging weiter. Der erste Arztbesuch. Dann kam der Krankenhausaufenthalt. Die Operation. Die Zeit danach. Meine Frikadelle am Ohr wuchs, eigentlich war es schon ein BigMac. Sie erzählte und erzählte und schilderte mir final dann noch die heutige Schocksituation, als sie nach dem (verbotenen!) Tragen des Wäschekorbs den Eindruck hatte, datt irgendwas zwischen de Beine nich janz in Ochdnung wär.

Da riet ich ihr zum Arztbesuch, mir zur Tasse Nerventee und unserer Presseabteilung, das Feld mit der Telefonnummer bei Rückrufwunsch seitens der Patienten aus der nächsten Charge Feedbackbögen rauszunehmen.

Acht

Die liebe Gina hat ein Achterstöckchen geschmissen, das ich hier mal gerne aufschnappe. Also nun acht bedeutende Fakten über mich:

  • Ich habe einen Schuhtick. Ich kann an keinem Schuhgeschäft vorbeigehen, ohne dort einzukehren. Allerdings habe ich dazu einen sehr speziellen, verdrubbelten Schuhgeschmack, der mich davon abhält, das meiste der dort feilgebotenen Ware auch zu mögen. Ich probiers immer wieder – und falle stets aufs Neue auf die Nase.
  • Ich war noch nie in den USA.  Nie in Australien. Und noch nie länger als drei Tage an der Ostsee.
  • Ich hasse es, nach Feierabend zu telefonieren. Im Normalfall habe ich nämlich mittgs schon eine Frikadelle am Ohr. Daher ist die Unterholz`sche Telefonrechnung meist auch sehr übersichtlich.
  • Ich bin wohl der einzige Mensch auf Erden, der bewusst nicht T9 beim SMSen zur Hilfe nimmt.
  • Manchmal verdrehe ich nach doofen Gesprächen mit blöden Leuten, wenn sie sich just umgedreht haben und mir den Rücken zuwenden, die Augen. Manchmal haben die das bestimmt auch schonmal mitbekommen.
  • Ich habe schonmal bewusst die Britische Bahn betuppt.
  • Ich habe Futterneid und bei Besuch und Partys stets Angst, dass nicht genug zu essen da ist.
  • Ich hatte mal eine Katze, die Momper hieß. Sehr zur Freude der Nachbarn, die sich stets amüsierten, wenn zum Fressen gerufen wurde.

Ich lasse die Achterreihe mal hier liegen, in der Hoffnung, dass Ihr alle kräftig zulangt!

Oha. Ooooha.

Wie ich sagte. Ab dem 24. Nur noch schlimmer. Ich bin dann mal arbeiten. Bis Silvester etwa.

[Wenn Ihr nix hört von mir in der nächsten Zeit, macht Euch nichts draus. Ich bin 24 Stunden im Büro zu erreichen und darüber hinaus für Lebensmittel- und Süßigkeitenspenden dankbar.]

Watt binnisch kappot.

Hömma, wennde zwei Wochen auffe faule Haut gelegen hast, dann brauchsse dich nicht zu wundern, dass am ersten Arbeitstach dat pure Stresskonzentrat auf dich zukommen tut.

Plus noch ne Praktikantin, die aber wenigsten schlau und aufmerksam und nett zu sein scheint.

Hömma, und morgen gehts rischtisch los. Mussich ersma wieder in mein` Rhythmus reinfinden. Getz jedenfalls gehts auffn Soffa und schön Essen reinschaufeln.

[Der erste Anruf kam alladings erst um 8.07 Uhr.]

Helau.

Da bin ich typisch norddeutsch, glaube ich. Also mit meiner Karnevalsaversion.

Ich verstehe es ja so gerade noch, wenn man mit einem bekloppten Kostüm auf die Straße geht, ordentlich einen hebt und dann die Sau rauslässt.

Aber wer, in des Karnevalsgottes Namen, guckt allen Ernstes diese ganzen Sitzungen im Fernsehen? Diese MainzbleibtMainzwieessingtundlacht. Oder Stunksitzungen. Oder de Rosenmontachschzoch in Kölle.

Isch verstehs nich. Datt is nochnichmal ansatzweise komisch.

Finito

So, der Urlaub ist so gut wie vorbei. Noch ein geschmeidiges Wochenende und dann gehts wieder ran an den Speck.Was jetzt folgt, ist eine Lehrstunde in Schönreden:

[Fingerkreuzmodus an] Die Fabrikuniformen hängen alle säuberlich gebügelt im Schrank und warten ungeduldig darauf, wieder getragen zu werden. Förmlich werde ich von ihnen angesprungen, wenn ich den Schrank öffne.

Ich kann den Gourmet-Heimfraß hier nicht mehr sehen und sehne mich innig nach dem fettigen Kantinenessen. Hach, lecker. Alles mit schön lecker Fondor und Maggi angemacht, dazu Fechtischsaucen ausse Tüte, Kartoffeln aus dem Sack und Suppe aus dem Eimer.

Und endlich, endlich darf ich auch mal wieder meinem Urbedürfnis nachgeben und das Bett frühzeitig verlassen. Nämlich dann, wenns draußen noch dunkel ist und man auch beim Heraussuchen des Schuhwerks die aktuelle Witterung noch nicht sehen kann. Meist liegt dann ein Missgriff vor, der die Laune aber keinesfalls schmälert.

Und last, but not least: Ick freu mir. Auf alle bösen, unfreundlichen Anrufer. Auf alle, die ihr pusseliges Anliegen schön 14 Tage vor sich hergeschoben haben, um mich damit noch vor der Büroakklimatisierung überfallen zu dürfen. Und auf die Schätzeken, die mich alle umgeben.

Und: Ich werde für dieses Jahr keinen Urlaub mehr planen. Soviel Tiefenentspannung halten meine Nerven nicht nochmal aus. [Fingerkreuzmodus aus]

Volks

Jetzt gibt es also die Volks.Zahnbürste. Soso.

Nachdem es schon das Volks.Notebook, die Volks.Laufschuhe und das was-weiss-ich Volks.Dingens gibt. Ach ja, und natürlich Volkswagen (außer Konkurrenz – weil ja schon vorher da).

Was kommt denn als nächstes, liebe Bild-Zeitung? Die Volks.Leberwurst? Der Volks.Roman? Die Volks.Currywurst?

Was für eine doofe Kampagne. Volks. Ts.

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