Die härteste Aufgabe dieses Urlaubs hat am letzten Tag auf uns gewartet: Das letzte Bargeld ausgeben. Wenn man die Tankfüllung und das Abendessengehen, das noch danach stattfinden sollte, noch abzieht.
Es galt also, einen Schätzwert von etwa 30-40 Euro auf den Kopp zu hauen, im Einkaufsparadies der noblen Victoria and Alfred Waterfront in Kapstadt.
Nun kauft der Unterholzbewohner an sich ja gerne ein und ist in derlei Hinsicht auch hinreichend erfahren.
Wenn sich dann aber Louis Vuitton an Gucci an Prada an Ralph Lauren an weiss was ich noch fürn Schickimickiladen anschließt, dann wird datt nix mit dem Geldausgeben. Schnell entsteht darüber hinaus auch noch hinreichend bekannter Gewissenskonflikt.
Also mehr an den unteren Preisbereich herangetastet, wobei wir schnell beim Ramsch ankamen. Pseudogehandwerktes, schrecklicher Kitschschmuckoder bunte Papageienkluft. Auch nichts für uns. DVDs? Die haben einen anderen Code und lassen sich in Deutschland nur sehr schwer abspielen. CDs? Kann man hier nicht immer reinhören und aus dem Stegreif südafrikanischen Indie aus dem Regal zu ziehen ist nahezu unmöglich.
Hm. Und eigentlich, eigentlich ist es ja auch wieder ziemlich bescheuert, auf Deubelkommraus die Kohle für Konsumartikel zu verjuxen.
Also haben wir einen Kompromiss eingegangen, haben noch ein Geschenkchen für Freunde geschnappt und werden mit dem Restgeld was auch immer tun. Am Flughafen in kleinen Portionen für einen guten Zweck verschenken. Oder so.
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