Berichtet die Balkonistin gerade über die unverschämte Oma, die unverblümt eine Gratistrockneranschmeißung verlangte, so hatte ich heute das Vergnügen mit einer bissigen Angehörigen, die lautstark und im Hauptfoyer sich über eine Lappalie beschwerte. Nun gut, jeder blamiert sich so gut er kann, aber trotzdem.
Ich sach ma: Wir kümmern uns um alles. Um jeden Scheiß. Wir nehmen Hunde in Obhut, vermitteln auf Wunsch esoterische Seancen oder stochern für unsere Kunden im Badezimmerabfluss nach dem verlorenen Ring. Wir sammeln Liegengebliebenes, trösten, muntern auf, lassen notfalls gratis telefonieren und sind da und hören zu.
Aber auch nur dann, wenn man uns halbwegs freundlich behandelt. Halbwegs reicht ja schon. Klinik ist immer eine Ausnahmesituation, da ist man fahrig und nervös, aber ein kleines bisschen Anstand gehört sich auch da.
Also, fragt einfach lieb, tretet höflich und sachlich auf und Ihr bekommt alles was Ihr wollt.
Wenn Ihr aber das Keifen und Beissen anfang, dann sperren wir uns auch. Subtil. Das merkt Ihr dann gar nicht. Aber es wirkt.
[Und wir können auch non-verbal kommunizieren. Und durch Wände. Und nachts. So.]
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