Da sitze ich schön mit dem Laptop auf dem Sofa, neben mir ein Glas Bionade und etwas zu essen. Alles ist gut. Die Fenster sind offen. Die Sonne scheint warm herein.
Auf einmal höre ich nebenan aus der Küche komische Geräusche. Naja, denke ich, die Spülmaschine ist schon alter und röchelt immer, wenn sie läuft.
Nee, aber das ist kein Röcheln. Das klingt eher so „flapp-flapp“.
Wahrscheinlich ein zu langer Kochlöffel, wo dann immer der obere Wasserpropeller in der Spülmaschine dranklockert.
Nee, aber irgendwie doch nicht. Ich schreite zum Äußersten und erhebe mich. Wechsele den Raum. Gehe in die Küche. Ich habe ein wenig Schiss, könnte ja der Problembär sein oder Galactica aus „Hallo Spencer“ oder so.
Aber ich sehe: Nichts. Und ich höre auch nichts. Gespenster, denke ich mir.
Da fängt es in der Ecke hinter dem Tisch wieder vorsichtig an zu „flapp-flappen“. Ich schaue dorthin und sehe eine sehr verschüchterte, verschwitzte kleine Meise, die versucht, so gut es geht vor mir zu flüchten. Das geht aber nicht, sie sitzt in der Ecke fest.
Wir gucken uns ein wenig an und überlegen beide.
Ich dränge locke sie schließlich aus der Ecke raus, sie flattert drei Runden durch die Küche, entleert schön noch ihren Darm und fliegt wieder zum Küchenfenster raus.
[Zuhause erzählt sie jetzt bestimmt, dass sie gefangen genommen wurde und dann sind wir im Winter wieder die blöden. Deren Meisenknödel aus Protest nicht gefressen werden.]
Der Rufmord der Meise. Wäre ne Überlegung für einen Film wert;)
Himmel, Sie sind ja eine Meisenretterin – helden.haft!!!
Ich kriege ja bei Geflatter über meinem Haupte leichte Panikattacken
Vögel schwitzen doch nicht..
Dohoch, diese abgekämpfte, kleine Meise war ganz sicher verschwitzt. Innerlich.
In der Tat, sie sind sehr heldenhaft;)
Heldenhaft – das hör ich doch gerne. Hatte ich mich doch erst kürzlich vom Heldsein abgewendet. So kehrt es doch immer mal wieder zu mir zurück…
HIHI;)