Archiv für 21. Mai 2008

Telefonat mit Mutti

Du, ich sitze grade am Computer, aber die versprochene Mail zum Muttertag habe ich nicht bekommen.

Aber das war auch keine Mail, das habe ich im Blog geschrieben. Musste mal unter Muttertag schauen.

Ach so. Ja, da bin ich gerade sowieso drauf, beim Unterholzbewohner.

Sehr löblich Mutti, so soll das.

Ja, und da steht so ein lustiger Witz über eine Patientin, die nicht danke gesagt hat, nachdem ihr geholfen wurde. Wo haste den denn her? Ist der von Euch ausm Haus?

Oh, derjenigen, der nicht danke gesagt wurde, das bin in diesem Fall ich.

Oh.

Der Telefonautomat

Eine Patientin läuft nervös vor dem Telefonkartenauflade- und Kontoauflöseautomat herum.

Kann ich Ihnen helfen?

Ja. (Reicht mir einen 10-Euro-Schein) Der geht da nicht rein. Ich will doch das Konto berechnen.

Oh, kein Problem, das kriegen wir schon hin. Schauen Sie, die Karte muss da rein, dann muss man den Knopf für Einzahlen drücken, dann den Schein in den Schlitz und noch die Quittungstaste drücken. Fertig. Hier ist Ihre Karte.

Ach. Ich wollte doch aber das Konto berechnen.

Sie meinen, sie wollten die Karte wieder aufladen? Das haben wir ja gerade gemacht. Sind jetzt wieder 12 Euro drauf.

Nee, ich wollte das doch berechnen.

Sie wollten das Konto auflösen?

Ja! Das wollte ich! Das Konto auflösen.

Aber dafür braucht man ja kein Geld mehr draufzuzahlen. Dann bekommt man nur etwas wieder.

Gut. Dann machen Sie das.

Okay, dann also die Karte wieder rein und auf „Konto auflösen“ drücken. Dann kommt erst das Guthaben raus und anschließend noch das Kartenpfand.

Aha.

So, bitte, hier ist Ihr Geld und hier die Quittung.

Nimmts und sagt: Wiedersehen.

Man muss ein kleines DANKE auch nicht erwarten heutzutage.

Kartoffelschock

Spargelzeit bedeutet Kartoffelpflicht. Sonst essen wir davon nicht so unbedingt viel, da reicht ein Kilo für 14 Tage. Das haben wir beim Biogemüselieferdienst abonniert. Derzeit müssen aber immer Kartoffeln da sein. Und wenn die Aboversorgung nicht reicht, wird zugekauft.

Das ist zuletzt am vergangenen Samstag geschehen. Produktgemäß wurden die kostbaren Erdäpfel dunkel und kühl gelagert, um heute zusammen mit Spargel gegessen zu werden.

Als ich sie heute verarbeiten wollte, fiel mir die etwas weiche Konsistenz und das leicht matschig wirkende Gesamtkonzept der Kartoffeltüte auf.

Naja, an sich nicht schlimm, ist vielleicht ne neue Sorte. Dann habe ich aber den entscheidenen Fehler gemacht und die Nase drangehalten.

So.

Hat schon mal jemand vergammelte Kartoffeln gerochen? Bah!

Das geht einmal durch, von der Fußsohle angefangen und zur Fontanelle wieder raus. Ganz schlimm, Jim.

Sitzungsende

Heute war ich auf einer Sitzung. Okay, das habe ich täglich, aber sehr dankbar bin ich, wenn, wie heute geschehen, die wesentlichen Tagesordnungspunkte rasch abgefrühstückt sind und alle Teilnehmer wieder ihrer Wege gehen können.

Dann aber, kurz bevor das Protokoll geschlossen wurde, kam noch ein Punkt unter „Sonstiges“, der eine geschlagene weitere Stunde diskutiert wurde.

Und was mach ich? Hab mit den Hufen gescharrt. Hab mit dem Glas herumgeklappert. Hab versucht, schon einmal vorzuarbeiten.

Ach, ich bin aber auch ungeduldig!


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