Sagt mal, wie ist das eigentlich mit dem Bloggen – gibts da irgendwelche ungeschriebenen Konventionen? Irgendwelche geheimen Blogger-Gesetze?
Nimmt man einfach Favoriten in die Blogroll auf, fragt man nett, fragt man neutral?
Kommentiert man einfach irgendwo? Lädt man sich vorher umständlich per E-Mail ein?
Wann tauscht man Handynummern, wann Adressen?
Trifft man sich? Und wenn ja, wann? Nach welcher Zeit?
Bekommt man es gesagt, wenn man jemandem auf die Nerven fällt? Sagt man Bloggern, dass sie sich mit Kommentaren zurückhalten sollen?
Ich bin zwar nach drei Monaten schon halbwegs dabei. Aber weisset längst nüsch ümmer.
Berechtigte Fragen. Wenn es dazu Antworten gibt, bitte veröffentlichen.
Nimmt man einfach Favoriten in die Blogroll auf, fragt man nett, fragt man neutral?
Man verlinkt sie einfach.
Kommentiert man einfach irgendwo? Lädt man sich vorher umständlich per E-Mail ein?
Man kommentiert einfach.
Wann tauscht man Handynummern?
Wenn man sich trifft und nicht aneinander vorbeilaufen möchte. Oder SMS-en möchte. Oder telefonieren.
Wann Adressen?
Wenn man intim werden oder gelbe Post bekommen möchte.
Trifft man sich? Und wenn ja, wann? Nach welcher Zeit?
Man trifft sich, wenn man zufällig in der Gegend ist und Lust und Zeit dazu hat, den anderen zu sehen. Wann immer das sein wird.
Bekommt man es gesagt, wenn man jemandem auf die Nerven fällt?
Nein. Am wahrscheinlichsten ist, dass man nicht mehr auf Ihre Kommentare eingeht. Und in Ihrem eigenen Blog können Sie ja rumnerven, wie Sie möchten. Ist ja Ihrer.
Sagt man Bloggern, dass sie sich mit Kommentaren zurückhalten sollen?
Kann man. Aber die Kommentarfunktion ist zum Kommentieren da, und wenn einem kritische Kommentare nicht passen, ist man vielleicht falsch in der Blogwelt.
sehr schöne, interessante fragen… bitte sagen, wenn ich nerve, ja?
ansonsten habe ich mich gerade sehr über die nachbarblumenaufsichtsverletzungspflichtschilderung amüsiert. (darf ich das?)
Voila, Balkonistin, here we go
Danke, danke ob der Mühe, Frau Nessy. Werds beherzen, als Ratschläge einer erfahrenen Blogschreiberin.
Nee, Frau Stilke, Sie nerven garantiert nicht. Ich freue mich immer über Ihre Schilderungen aus der Bergwelt.
Interessante Fragen und auch interessante Antworten. Ich bin ja auch noch nicht so lang dabei und frage mich auch ab und an, wie denn Blog-Mechanismen so ablaufen. Nessy’s Antworten würde ich vollkommen unterschreiben. Es gibt aber noch eine Frage, die mich umtreibt – woran merke ich, dass ich eventuell nerve, ohne dass es mir gesagt wird? Wenn auf meine Kommentare keine Reaktion kommt? Aber kann ich mit eher unregelmäßigen Kommentaren überhaupt nerven? Was sagt es mir, dass bei mir eher selten kommentiert wird? Bin ich nur langweilig oder doch schon nervig? Ich hab mich bisher nicht getraut, diese Fragen öffentlich zu stellen…
Und dann wäre ja noch die Frage nach dem Sie oder Du.
(Interessant fand ich mal einen Blogbeitrag, in dem sich jemand darüber beschwerte, dass niemand bei ihm/ihr kommentiert. Aber wenn jemand kommentierte, dann kam nie eine Reaktion oder Gegenantwort.)
Frau Unterholzbewohnerin, möchten Sie denn gefragt werden, bevor man Sie in die Blogroll aufnimmt?
Also, wenn man sich halbwegs Gedanken um die Kommentare macht, die man woanders verfasst, und nicht penetrant ist, dann ist das mit dem Nerven gar nicht so leicht

Sie oder Du? Hm. Ich glaube generell, dass man hier alle duzen kann, aber weil es ganz witzig ist und man gerne Herr oder Frau vor die Bloggernamen setzt, siezen sich hier auch viele. Ich mische das immer, je nachdem, wonach mir gerade ist.
Die Kommentarfunktion kann man, zumindest ja bei wordpress, so steuern wie man sie will. Ob da “Fremde” was beitragen dürfen oder nicht, liegt also an einem selber.
Ich bin, was das Aufnehmen in die Blogroll angeht, sehr tolerant und freue mich immer, wenn das einer macht und ichs dann im Backend sehen kann. Bislang waren noch keine Ausfälle dabei
Inzwischen mache ich das auch einfach so, je nach Gusto. Ohne zu fragen. Gibt ja die famose Beschwerde E-Mail, wenns mal nicht genehm ist…[Derer ich manchmal in meinem Outlook finde - bei der Arbeit versteht sich...].
sachichdochauchmalmeinemeinung:
nessy´s ansichten als erfahrene bloggerin sind nur zu unterschreiben (hurra, frau nessy antwortet auch mal auf meine kommentare) – duzen ist imho üblich im netz, man ist lockerer, frau nessy bildet da eine ausnahme, sollte jeder machen wie er will, aufs siezen bestehen ist aber nicht — kritik: kommentare dürfen sein, sollen sein, sie beleben das geschäft, aber: imho sind die kommentatoren gast im blog und sollten sich entsprechend verhalten, ausfälligkeiten sind zu unterlassen, das gehört sich nicht –
bloggen lebt vom vernetzen, also kommentieren, verlinken, backlink setzen, hinundherverweisen – das bringt kontakte, freundlichkeiten, … und mehr traffic.
Also, Frau Unterholzbewohnerin, dann werden sie jetzt mal verlinkt.
Kinderdoc: Was heißt´n eigentlich imho!?
Und dann noch: ich glaub nicht, dass man immer alle Kommentare beantworten muß und kann. Das erwartet ich auch nicht, nachdem ich was kommentiert habe. Aber lustiger ist es natürlich. Auch wenn man nicht immer die Zeit dafür findet.
Imho? Genau, Kinderdok, ich habe mich auch gefragt, was das heißt..?
Kaanu, danke fürs Verlinken, habe auch mal meine Blogroll aktualisiert
Imho = in my honest opinion?
Ansonsten: isch weiß es nach 2 Jahren bloggen auch immer noch nicht genau… Es ist alles sehr flexibel.
@ Schlapunzel: Klar kann man nicht auf alles reagieren, was so kommentiert wird. Manchmal gibt es gar nix darauf zu reagieren. Ich fand es damals nur sehr interessant, dass sich dieser Blogger sehr ärgerte, dass niemand kommentiert, aber wenn ihn jemand in den Kommentaren etwas fragte z.B. nie antwortete.
Stimme dem ganz oben genannten auch zu.
Kommentare zurückkommentieren?
Manchmal – wenn Bedarf besteht (Frage o. ä.) aber pauschal eher nein. Sonst hat man so blöde Ping-Pong Gespräche.
(so wie wenn man frisch verliebt sich am Telefon verabschieden möchte “leg du auf” “neee, du” “neee du”…Stunden später …)
Und: Bei mir bitte nicht “hm, vielleicht nerve ich?” denken. Ich sag, wenn mich was nervt. Umgekehrt: Wenn ich nerve – bitte sagen, ich merk das sonst nicht
Also wenn ich nicht wollte, dass irgendjemand vielleicht nervt, dann hätte ich den Blog gar nicht eröffnet.
Und die hundertste Via.gr.a-Mail oder irgendwelche Werbekommenare lösche ich eh sofohort
Ich denke, dass es keine ganz festen Bloggergesetze gibt, sondern, dass ganz Vieles in der eigenen, persönlichen Vorgehensweise liegt. Niemand ist böse, wenn er verlinkt wird, kommentieren darf man jederzeit, dafür ist die Kommentarfunktion ja schließlich da. Wenn es einem jedoch lieber ist, sich vor einer Verlinkung dem anderen vorzustellen, dann kann man das auch machen.
Das mit den Telefonnummern und dem Treffen, das ist schon eine andere Sache, aber das geht ja auch deutlich über das reine Bloggen hinaus. So etwas muss entstehen, weil beide Seiten das Gefühl haben, dass das passt. Adressen habe ich viele, weil schon oft was hin und her geschickt wurde. Telefonnummern habe ich nur von den drei Bloggern, die ich auch schon mal getroffen habe.
Zu den Kommentaren kann ich nur sagen, dass ich noch nie bei einem Kommentar gedacht habe, dass jemand irgendwie nerven würde. Aber was der Herr Kinderdok schon schrieb, ein angemessener Umgangston ist natürlich selbstverständlich. Wer ausfallend wird oder bewusst verletzt, der fliegt halt raus.
Liebe Grüße und eine gute Nacht.
*nessy unterschreib*