Archiv für März 2008

Auch ein Insider

Extra nochmal für Dich, Filius Sollman II:

Der Berg, an dem das Sollmanhaus steht, bleibt, wo er ist. Das Brauereipferd steht obendrauf auch noch im Stall und der zerstreute Professor Zweibein muss derweil auf das alte Vierbein aufpassen.

Telefonmarketingfritzen, bekloppte.

Unterholzbewohner, guten Tag.

Guten Tag, mein Name ist Supermann von der Firma Supermanngewerbeobjekte. Wir hatten vor etwa 14 Jahren schonmnal das Vergnügen miteinander.

Ja? Das glaube ich kaum. 

Dochdoch. Da war der Herr Altverwaltungsleiter noch da.

Aber ich noch nicht. Ich kann Sie gerne mit seinem Nachfolger verbinden.

Nein, nein, nicht nötig. Ich wollte genau mit Ihnen sprechen. Es geht um ein neues Portal, in dem wir Ihr Haus mitaufnehmen wollen. Wissense, das hatte ich damals auch schon mit Herrn Altverwaltungsleiter besprochen. Dass ich mich dann bei Ihnen melde.

Bei mir? Ich entscheide aber nicht, in welchen Portalen wir mitaufgenommen werden sollen oder wollen oder müssen. Ich verbinde Sie mal, kleinen Aug………..

 Nein, nein, junge Frau, ich wollte doch genau mit Ihnen sprechen.

Ich bin aber erst seit zehn Jahren hier, und nicht seit 14. Und mein Arbeitsgebiet ist definitiv etwas ganz anderes.

Das macht aber doch nichts, wissense, dieses Portal, das ist was ganz Tolles, da kommen nur die Premiumkunden rein.

Das entscheide ich nicht. Das ist nicht mein Metier.  Ich würde Sie jetzt wirklich gerne mit der richtigen Person verbinden, wenn Sie gestatten.

Ja, nein, äh, Sie meinen, mit Herrn Neuverwaltungsleiter?

Ja, genau mit dem.

Ach, mit dem habe ich gerade schon gesprochen, der hat mir gesagt, Sie wären nicht interesssiert. Aber der ist noch  nicht so lange da und da dachte ich, ich probiers mal bei Ihnen.

Schönen Dank auch.

Dekubitus

Jetzt habe ich schon so einen teuren Spezialterrybutterflysupersonicfahrradsattel, und was ist: Das Gesäß schmerzt dennoch. Vielleicht wäre eine nicht-sitzende Sportart generell für mich besser. Das Ponyreiten ist mir ja auch schon nicht bekommen.

Chez la Stadtreinigung

Wenn man alt und dick ist und bei der Stadtreinigung arbeitet, dann hat mans hier gut: Dann kann man sich bräsig an sein Auto lehnen, ein schönes Zigarettchen rauchen, proforma eine Dreckaufsammelgabel in die Hand nehmen und damit dem drahtigen jungen Kollegen zeigen, wo er noch überall den Müll aus dem Gebüsch zerren muss.

Sonntag im Unterholz

Sonnenstrahlen. Viel zu lange geschlafen. Leckeres Frühstück bei der Sendung mit der Maus. Ein wenig bloggen und lesen. Träge sein. Überlegen. Schlafen? Nein. Raus aus dem Unterholz. Rauf aufs Rad. Radklamotten angepellt. Fahrrad frühjahrsfit gemacht. Angenehme 35 Kilometer über die Dörfer. Wind um die Nase. Sonnenbrille plus Helm sieht gut aus. Es erkennt einen dann nämlich niemand. Pause bei der Vertrauens-Eisdiele. So lange Schlange bei der Vertrauens-Eisdiele, dass weitergefahren wird. Pause auf einer verotteten Bank in der Sonne. Sonne wärmt wunderbar. Zurück nach Hause. Spaghetti Bollo. Lesen. Lindenstraße.

Perfekt. Und der Lieblingsbiergarten hatte sogar auch schon geöffnet.

Izzie

Das Unterholz hat kürzlich einen Film mit Katherine Heigl gesehen. Und hatte dabei immer Izzie im Kopf. Obwohl dieser Film weder etwas mit Medizin noch mit Seattle zu tun hatte.

Serien haben einen größeren Einfluss als gedacht. [George war aber nicht dabei.]

Zeitumstellung

Wahrscheinlich sind heute Tausende Menschen zu spät zu Kommuniongottesdiensten gekommen, haben die Sendung mit der Maus verpasst oder haben ein schlechtes Gewissen bekommen, weil sie bis viertel vor ÖLF inne Betten gelegen haben.

Schuhbidu

Es begab sich aber zu einer Zeit, da die Schnickers Urlaub auf einem populären spanischen Eiland machten und dort ein Outlet-Store einer auch hier recht berühmten Schuhmanufaktur aufsuchten.

Dort wurde fleißig eingekauft, unter anderem ein stylishes Paar braune Halbschuhe in Größe 39 für 30 Euronen. Frau Schnickerin war sehr angetan vom Äußeren der Fußbekleidung und nahm daher auch zunächst in Kauf, dass jenes Schuhwerk beim Einstieg doch recht eng war.

Als die Schnickers wohlbehalten und erholt wieder in heimischen Gefilden weilten, machte die Käuferin der formschönen Schuhe weitere Versuche, diese ihren Füßen ohne Qual zuzuführen. Vergebens. Zu eng. Gar beim Gehen (nach mühsamem Einstieg) entwickelten sich Spannkrämpfe, was Frau Schnickerin schweren Herzens dazu bewog, sich von den Designerschuhen zu trennen.

Gesagt, getan. Das erste Second-Hand-Geschäft in der großen Stadt aufgesucht. Kein Erfolg. Nee, sowas, das kauft doch keiner. Das werden wir hier nicht los.

Beim zweiten Geschäft eine ähnliche Absage mit gleicher Begründung.

Frustriert von soviel Ablehung begab sich Frau Schnickerin auf den Rückweg nach Hause. Mit der Überlegung, die Schuhe in der nächsten Altkleidertonne abzulegen. Zuvor kehrte sie noch in einer Filiale einer großen Modeschmuckkette ein. Zum Trost.

Dort traf sie, unerwarteterweise, auf Frau Unterholz, die dort, zum ersten Mal in ihrem Leben, Modeschmuck für eine hohe Feierlichkeit auszuwählen gedachte.

In diesem Moment ging Frau Schnickerin ein Licht auf. Man könnte ja noch mal versuchen, ob das Unterholz nicht Gefallen an derlei Schuhwerk findet. Und tatsächlich: Da Frau Unterholz bereits zwei Paar ähnlicher Machart derselben Manufaktur in Größe 39 selbst ihr Eigen nennen konnte und um die hochwertige Qualität wusste, war der glückliche Transfer schnell über die Bühne gegangen.

Frau Schnickerin kaufte noch ein wenig Modeschmuck ein und und Frau Unterholz kam dankbar mit Schuhen statt Schmuck nach Hause. Beide waren sehr glücklich.

Zuhause versuchte dann Frau Unterholz den Einstieg und stellt fest, dass sie die falschen Socken trug. Viel zu dick und zu stopperig. Also das feine Sateng-Strümpfchen auss Schublade und nochmal. Aber: Das gleiche Problem. Das Schuhwerk war auch Frau Unterholz einfach zu eng. Schade.

Aber derlei hochwertige Fußbekleidung in die Altkleidersammlung? Nein. Das machen wir anders. Das machen wir mit einer schönen Online-Auktion ab 1 Euro. Wer weiss, was passiert. Also schnell ein Foto geschossen, auf den Seltenheitswert dieser Schuhe hingewiesen und ab dafür. Sieben Tage.

Sechs Tage tat sich sehr wenig, dann, plötzlich, schnellte der Eurozähler nach oben. Immer weiter, sogar zehn Sekunden vor Ende der Auktion noch. Und stoppte dann bei 46 Euro.

Ein Fest.

Das Resultat: Ein Schnicker-Unterholz-Sushiabend im feinsten Salon der großen Stadt.

P.S. Dass drei Tage nach dem Versenden die Klage kam, dass die Schuhe doch recht eng sind beim im Einstieg und wir das hätten wohl aber auch mal als Warnung in den Auktionstext schreiben können, hat unsere Freude nicht getrübt.

G7

Hurrrraaaaaaaaaaa! Wir kommen. Wir gehen jetzt los. Wir freuen uns!

Alle Hühner und Hähne auf einem Haufen. Toll!

Domian

Heute habe ich mich gefühlt wie Jürgen Domian.

Ich bin aber auch selbst schuld, wenn ich alle Kritikanrufe sammele, um sie dann an einem lauschigen Freitag zwischen 10 und 15 Uhr zu erledigen. Nur leider ist bei mir die Sendezeit nicht nach einer Stunde vorüber.

Und den Menschen fällt immer noch mehr ein, was sie unbedingt nochmal anmerken könnten.

Best of today:

  • Beim Liegendrücktransport nach Hause ist das Transportunternehmen extra buckelige Straßen und Umwege gefahren, um mich zu schikanieren.
  • Toilettenstühle gibt es mit verschieden großen Löchern. Männer, also ich jedenfalls, brauchen aber mehr Raum, weil, Sie wissen schon. Unser Toilettenstuhl ist viel zu klein für mich. Dann ärgert sich meine Frau beim Putzen, weil alles am Rand hängt.
  • Die Essentabletts könnten durchaus schöner, also edler aufgemacht sein. Mit richtigen Servietten und Silberbesteck. Wissense, ich bin schließlich Privatpatient und zahle dafür.
  • Für Schwerhörige wie mich sollten kleine Elektrospulen in die Telefonhörer eingebaut werden.
  • Wenn ich das nächste Mal wiederkomme, will ich die Stange im Bad exakt auf Einssechzich haben.
  • Hörnsema, diese eine Ärztin auf der Station XY, ist das eine Ärztin?
  • Ich muss jetzt immer extraweite Unterhosen anziehen, wegen der Schwellung. Das hat der Arzt so gesagt und das mache ich auch. Extraweit. Also, normalerweise habe ich Größe 6, jetzt kauft meine Frau Größe 8.

Und bei Euch so?

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