49 Facts about the Unterholz…

Im Hause Quadratmeter lag so ein Zeitverbringding herum. Tja, und statt etwas Sinnvolles zu tun, hab ich mir das mal geschnappt:

1.) Wann warst Du zuletzt beim Friseur? – Ist überraschenderweise noch nicht lange her.

2.) Schminkst Du Dich? – Ja klar, die Augenringe lassen sonst eine Verwandtschaft zu den Munsters vermuten.

3.) Trägst Du Röcke? – zu Schuluniformzeiten: ja.

4.) Was trägst Du nachts? – Lockenwickler. Und Verantwortung.

5.) Welche Schuhgröße hast Du? – 38

6.) Wie viele Paar Schuhe besitzt Du (ungefähr)? – Definitiv zuwenige.

7.) Hast Du eine Tätowierung oder ein Piercing? – Nö.

8.) Wann warst Du zuletzt beim Zahnarzt? – 2009.  Zehn Mal mindestens.

9.) Mit wem hast Du zuletzt telefoniert und wie lange dauerte das? – Mit jemandem aus der Sippe. Habe mich zum Kaffee eingeladen.

10.) Gibt es eine Serie, die Du regelmäßig schaust? – LOST, Prison Break, GReys Anatomy und, ja, auch Private Practice.

11.) Warst Du schon mal im Fernsehen? – Leider ja.

12.) Welchen Sport schaust Du Dir im TV an? – Turmspringen, Synchronturnen und Curling.

13.) Hast Du eine Phobie? – Ja. H2O. Und Twitter.

14.) Hast Du Dir schon mal gewünscht, ein Mann zu sein? – Ja. Im Kreisssaal.

15.) Welche Zeitschriften liest Du meistens? – Wendy.

16.) Wo verbringst Du mehr Zeit, vorm PC oder TV? – PCTV.

17.) Wann warst Du zuletzt in der Disco? – Letztes Jahr. In Fulda. Im Kreuz. Fein wars.

18.) Welche Tiere magst Du gar nicht? – Hunde, Pferde, Katzen. (Scherz, ich mag alle Tiere.)

19.) Wenn Du jetzt auswandern müsstest, wohin würdest Du gehen? – Kapstadt.

20.) Bist Du in der Schule mal sitzengeblieben? – Nein.

21.) In welchem Fach warst Du besonders schlecht? – Äh. Nach vergeblichem Stickversuch in der Grundschule habe ich einen Eintrag im Hausaufgebenheft bekommen, der zuhause gegengezeichnet werden musste.

22.) In welchem besonders gut? – Quasseln und Clown sein.

23.) Wie viele Sprachen sprichst Du? – 3.

24.) Welche Sprache würdest Du gerne lernen? – Keine.

25.) Liest Du in Zeitschriften Dein Horoskop? – Niemals.

26.) Beherrschst Du ein Musikinstrument? – Ja, halbwegs. Blockflöte.

27.) Kannst Du tanzen? – Ja.

28.) Was machst Du nachts, wenn Du nicht einschlafen kannst? – Alles, um meine Mitmenschen an meinem Leid teilhaben zu lassen.

29.) Hast Du ein Lieblings-Gesellschaftsspiel? Welches? – Uno.

30.) Wohin ging Dein bisher weitentferntester Urlaub? – Südafrika.

31.) Wann warst Du zuletzt auf einem Konzert? – Oha. Das ist mal lange her. Ich tippe, es waren Revolverheld irgendwann 2009.

32.) Welche CD hast Du Dir zuletzt gekauft? – Barcelona/Absolutes

33.) Hast Du Dich schon auf der Arbeit krankgemeldet, weil Du einfach keine Lust hattest? – Nein.

34.) Hast Du schon FKK gemacht? – Als Kind.

35.) Hast Du schon Bungee-Jumping oder Fallschirmspringen gemacht?  – Niemals nicht.

36.) Welches Zweirad fährst Du? – Hollandrad, verrostet.

37.) Wann hast Du zuletzt die Fenster geputzt? – Ich lasse putzen.

38.) Wann zuletzt Wäsche gebügelt? –Vor ner Woche. Aber ich pfusche.

39.) Wann hattest Du die letzte Auseinandersetzung mit Deinem Partner wegen des Fernsehprogramms? – Noch nie. Wir haben son Recorder.

40.) Küsst Du Deinen Partner täglich? – Ich hab da ne Flatrate. Toll, was?

41.) Öffnest Du die Post, die an Deinen Partner adressiert ist? – Nein.

42.) Wirst Du laut wenn Du streitest? – Mein zweiter Vorname ist Harmonie. Ich streite nicht.

43.) Hattest Du schon mal ein Blind Date? – Ja.

44.) Hast Du Dich schon mal in einen verheirateten Mann verliebt? – Nö.

45.) Was war Dein erstes eigenes Auto? – Ein Peugeot. Gott hab ihn selig.

46.) Bist Du bei der Führerschein-Prüfung mal durchgerasselt? – Nein.

47.) Wo muss die Tanknadel Deines Autos stehen damit Du tanken gehst? – In der Mitte. Ich bin da ein Sicherheitsfanatiker.

48.) Hast Du schon mal ein Auto zu Schrott gefahren? – Nein. Ein Dreirad allenfalls.

Es nehme sich wer mag.

Suchen leicht gemacht.

Liebe Hilfesuchenden,

warum gebt Ihr zur Abwechselung nicht mal

  • dänische Vornamen
  • Tine Wittler
  • Altenheiminfektion
  • Mainzbleibtmainzwieessingtundlacht

in Eure Suchmaschinen ein? Dann landet Ihr ab jetzt auch hier. Prima, oder?

Warteschleife

Unsere Wäsche hats nicht leicht. Immer in Warteschleife.

Im Schrank: Warten aufs Anziehen. (Tage bis Wochen bis Jahre.)

Im Wäschekorb: Warten aufs Gewaschenwerden. (Tage.)

Auf der Leine: Warten aufs Abgenommenwerden. (Tage.)

Im Korb: Warten aufs Zusammenlegen. (Tage bis Wochen.)

Zusammengelegt vorm Schrank: Warten aufs Einräumen. (Tage.)

Ist doch auch kein Leben.

Übrigens:

Eine feine kleine Geschichte über die Vorzüge des Nordic Walkings gibts hier.

Spinner

Guckma hier:

Blind Date

Endlich. Endlich kommt er langsam die Treppe hoch. Etwas verspätet zwar, aber immer noch in der Zeit.

Wir hatten das Date per Handy ausgemacht, er und ich. Ich wollte schon lange, hatte dann aber immer etwas anderes vor. Nun also.

Er betritt die Wohnung und sieht passabel aus. Dunkle Kleidung, etwas zu weite Jacke  Er ist groß.

Und ich, ich bin allein zu Hause.

Er legt nichtmal die Jacke ab, wir unterhalten uns im Flur über die Rahmenbedingungen dieses Treffens. Mir ist etwas mulmig, ich weiss nicht, ob alles klappt.

Dann gehen wir rasch ins Schlafzimmer. Betreten diesen Ort.  Mein Herz klopft.

Ich biete ihm meine Bettseite an. Nehme die Decke weg und mache eine einladende Geste. Schaue ihn an. Er schaut erst nach unten, dann mich an. Und sagt, er wisse schon.Er hätte es gesehen.

Ich frage ihn, ob er sich nicht auch mal hinlegen will. Er verneint.

Und bietet mir sogleich eine neue Matratze an, der nette Herr vom Concord-Kundendienst.

Meisenhilfe

Liebe Leser,

das Unterholz fragt sich derzeit, ob nicht auch die gefiederten Freunde unsere Hilfe brauchen. Respektive die kleinen Meisen, die als Namensgeber für ebensolche Ringe oder Knödel herhalten.

Und da ich sicher bin, dass die schmalen Vogelkörper bereits nahe des Verhungerns sind, habe ich zugeschlagen und Meisenringe erworben. Nun frage ich mich aber, ob so eine kleine Meise (oder ein Rotkehlchen wohlmöglich) allein einen solchen, an einer Schnur befestigten Ring erklimmen, sich daran balancierend festkrallen und gleichzeitig das nahrhafte Inneleben zu sich nehmen kann?

Oder brauchts eine Landebahn bzw. ein Landestöckchen am Ring? Was meint Ihr?

Der Arsch der Woche

Das Tolle an Leuten mit Rollstühlen oder Kinderwagen ist ja, dass in Bus und Bahn immer ein paar Plätze extra nur für sie vorgesehen sind.

Ich war gestern, man ahnt es schon, mit dem vierrädrigen Juniortransporter unterwegs. In der Stadt. An sich nichts besonderes. Zurück nach Hause wollte ich dann mit der Bahn. Auch nicht so unalltäglich.

Also rein da, meist flankiert von netten Mitmenschen, die beim Ein- und Aussteigen behilflich sind. Ich betrete also ein halbvolles Abteil und sehe, dass es einen Mutterkindkinderwagenrollstuhl-Extraplatz gibt. Mit viel Beinfreiheit eben für das Begleitfahrzeug. Das sonst keinen Platz im engen Zug hat, wohlgemerkt.

Ich nicke dem älteren Herrn, der bräsig eben diesen Platz belegt, aufmunternd zu (und wundere mich noch, dass er nicht bereits aufgesprungen ist, so wie 99% aller Mitbürger, die sonst auf diesen Plätzen sitzen). Nichts passiert. Ich schaue etwas drängender, in erster Linie bedingt durch die Tatsache, dass ich die nach mir Einsteigenden von ihrem Vorhaben abzuhalten drohe. Nichts passiert. Ich spreche zu dem Herrn: “Ich sehe hier weder Kinderwagen noch Rollstuhl, würden sie bitte Platz machen?” Er antwortet: “Setzense sich doch woanders hin”. Ich sage: “Junger Mann, meine Kutsche passt jedoch gar nirgends hin, es wäre also von Vorteil, wenn Sie ihren Arsch ein paar Sitze weiter schieben würden. Hämorrhoiden hin oder her.”

Nichts passiert.

Ich beschließe notgedrungen einen Kompromiss und quetsche den Wagen, mangels Platz, direkt vor seine arthrotischen Knie, zwänge ihn schön ein, nehme nebenan Platz, starre die gesamte Fahrt in seine Augen und bin fast sicher, dass er noch ein bisschen braun hinter den Ohren ist.

Und küre ihn zum Winner of  “Der-Arsch-der-Woche-Award”.

Warnung!

Wenn im Hause Unterholz nichts Süßes mehr da ist, werden notgedrungen die edlen und nur für besondere Gelegenheiten gedachten Weihnachtspräsente gegessen. Diesmal wohl nicht mit Erfolg.

Warten. Beim Kinderarzt.

Mit fortschreitendem Alter und Familienwachstum sieht man sich schwuppdiwupp auch Situationen ausgesetzt, die eigentlich nicht immer so ganz oben auf der Wunschliste standen.

Zum Beispiel ein Besuch beim Kinderarzt. Das an sich ist ja nicht so schlimm, der Typ ist auch ganz nett, wäre da nicht das verseuchte Wartezimmer.

Aber hilft ja nix, da muss man hin. In Gedanken gehe ich meist vorher schonmal die gängigen Erreger mitsamt ihren Inkubationszeiten durch und achte bereits beim Betreten der Praxis darauf, die Türklinken nur mit der jackenumwickelten Hand zu drücken.

Dann sitze ich da, stets darauf bedacht, nichts zu berühren, auch nicht die verlockende GALA, die wahrscheinlich extra für die Muttis dort deponiert ist. Aber es passiert etwas: Ich werde doch glatt abgelenkt von den schändlichen Gedanken an Viren und Bakterien. Nämlich von den neben uns anwesenden Müttern (Väter sieht man meist nur maxicositragend beim Erstbesuch) und ihren Kindern.

Zm Beispiel Cornelius-Constantin. Mit etwa acht Jahren ist er der König des Wartezimmers. Außer ihm sind nämlich nur Kleinere da. Das bedeutet, er darf bestimmen. Und das tut er auch und bemächtigt sich auf recht unkomplizierte Weise, indem er der vierjährigen Selina-Chantalle mit einem gezielten Griff den Arm überstreckt, dem begehrten Holzrad, das man so schön drehen kann. Cornelius-Constantins Mutter bekommt von alldem nichts mit, ist sie doch in ihre “Schöner Wohnen” vertieft, die sie extra von zuhause mitgebracht hat. Ihre Timberlandschuhe galant übereinander platziert (die Barbourjacke hängt draußen an der Garderobe, alles klar), sitzt sie dort und träumt sich in die neue Bulthaup-Küche hinein.

Selina-Chantalles Mutter blickt mit entüsteter Miene nach gegenüber, hat sie doch Constantins Schandtat mitangesehen. Sie ringt mit sich, ob sie nun was sagen soll oder nicht. Sie entscheidet sich dagegen, wahrscheinlich, so denkt sie, wäre sie nicht einmal halb so wortgewandt wie die markenbewusste Schickimutti gegenüber. Sie lenkt Selina stattdessen mit einem kontaminierten Bilderbuch aus der Grabbelkiste ab und bietet ihr eine Caprisonne zu trinken an.

Dann springen da noch die beiden türkischen Zwillinge Yasar und Sevda herum. Gerade drei geworden sind sie an Aktivität kaum zu bremsen. Sie kloppen sich um jedes Spielzeug – der eine schleppt es an, der andere lässt sofort alles stehen und liegen und stürzt sich drauf, um es besitzen zu wollen. Die Mutter der beiden lächelt bedächtig und wirft erklärend in die Runde, dass sie zuhause tatsächlich alles doppelt hätten, wegen der Rivalität. Sie hat die beiden stets im Blick, bleibt jedoch bedächtig und ruhig und greift nur ein, wenn sich die beiden anderen Kindern zu forsch nähern.

Im Wartezimmer liegen außerdem, man soll ja nicht den Eindruck haben, es gebe zuwenig Spielzeug, Legosteine in Übergröße herum. Die sind auch so weichem Kautschuk und eignen sich toll, um Türme zu bauen. Yasar und Sevda fangen an. Und ergänzen sich diesmal tatsächlich, indem sie zusammen arbeiten. Der Turm wächst stetig und übt somit auch eine große Faszination auf Selina-Chantalle aus, die von der Bank springt, das Bilderbuch auf den Boden schmeißt, und sich neben den Turm stellt. Sie klimpert mit den Augen, wirft einen fragenden Blick zu den Zwillingen und fängt im selben Moment an, mitzubauen.

Die drei Konstrukteure kommen gut voran, der Turm ist bereits  fast einen Meter hoch, als ein weiteres Kind mit samt Mutter das Wartezimmer entert. Tim ist vom langen Stillsitzen im Auto bewegungshungrig und auf der Suche nach Action und stürzt sich auf den Turm, bevor seine Mutter ihn davon abhalten kann.

Der Turm fällt in sich zusammen. Yasar und Sevda kichern, Selina-Chantalle, die zunächst ertwas sparsam geguckt hat, fällt mit ein. Auch Tim lacht, er ist stolz auf sich. Constantin schaut sich um und geht einen Schritt zurück. Er stolpert über einen Legostein und fällt hin.

Alle lachen lauter, auch die Mütter fallen mit ein.

Constantins Mutter straft alle mit einem eisigen Blick ab, legt ihre Zeitschrift weg und zieht ihren Sohn unsanft  zu sich.

Die anderen gucken nach unten und freuen sich weiter. Heimlich. Und meine Sorgen über Seuchen? Sind vergessen.

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